Einladung zum
Grünen Friedensseminar
in Bonn am 16. Juni 2013 ... [hier]
13.05.2013
EU-Armee zur Projektion von Schutzverantwortung?
Uli Cremer
Angesichts der allgemeinen Euro- und EU-Verdrossenheit
fragen sich Viele, wie die EU in diesen Zeiten zu stärken
wäre, welche Visionen man anbieten könnte, um
die Europa-Idee attraktiver zu machen. Der ehemalige britische
Premierminister Tony Blair hatte im Juni 2011 folgende Antwort
parat: „Für Europa ist es wesentlich, dass es
versteht, dass die einzige Möglichkeit, um Unterstützung
für Europa zu erhalten, heute nicht auf einer Art Nachkriegssicht
basieren kann, dass die EU notwendig für den Frieden
ist. […] Die Existenzberechtigung Europas basiert
heute auf Macht, nicht auf Frieden. […] In einer Welt,
in der vor allem China dabei ist, zur dominierenden Macht
des 21. Jahrhunderts zu werden, ist es für Europa vernünftig,
sich zusammenzuschließen, um sein kollektives Gewicht
zu nutzen, um globalen Einfluss zu erlangen.“ Die
Leitidee ist also die „Welt-Macht Europa“, wie
auch schon der Titel eines EU-Militär-kritischen Buches
aus dem Jahre 2006 lautete. Sinn einer EU-Armee wäre
insofern zur Machtprojektion der EU in der Welt beizutragen.
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25.03.2013
Appell der Friedensbewegung:
Keine Kampfdrohnen!
Wir sind gegen die Etablierung einer Drohnentechnologie
zur Kriegsführung, Überwachung und Unterdrückung.
Aktuell ist die Bundesregierung offenbar entschlossen,
die Bundeswehr mit unbemannten bewaffneten Flugzeugen (Kampfdrohnen)
auszustatten.
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und zum Appell...]
20.03.2013
Syrien: Frieden schaffen mit immer mehr westlichen Waffen?
Uli Cremer
Immer lautstärker wird in der EU und
auch in Deutschland über die Lieferung von Waffen an
die syrischen Aufständischen debattiert. Wie in solchen
Fällen üblich, wird auf die Unterlegenheit der
„guten Seite“ (syrische Opposition) gegenüber
der „bösen Seite“ (syrische Regierung)
verwiesen. Diese müsse ausgeglichen werden –
gerade angesichts der russischen und iranischen Waffenlieferungen
an das Assad-Regime. Ausgerechnet Frankreich, das von 1918
bis 1946 schon einmal seine Ordnungsvorstellungen im syrischen
Raum mit militärischen Mitteln durchsetzte, steht an
der Spitze derer, die eine Aufhebung des EU-Embargos verlangen.
Auch die britische Regierung will die Rebellen aufrüsten.
In Deutschland wird die Forderung vom ehemaligen Außenminister
Fischer unterstützt: „Ich persönlich tendiere
dazu, über die Bereitstellung von Waffen an die Opposition
nachzudenken“ (dpa 17.3.2013) Sein Kumpel aus Frankfurter
Tagen, der GRÜNE MdEP Cohn-Bendit, formuliert es klarer:
„Die EU sollte Waffen an die Kräfte der syrischen
Opposition liefern, die nicht dem islamistischen Fundamentalismus
angehören.“
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09.02.2013
Die GRÜNEN und die Bundeswehr im Jahre 2013
Uli Cremer
Im Folgenden soll der spannenden Frage nachgegangen
werden, was der GRÜNE Abschied vom „absoluten
Verzicht auf militärisches Eingreifen“ (so formuliert
es der aktuelle Entwurf für ein GRÜNES Bundestagswahlprogramm
2012) operativ bedeutet. Forderungen und Vorschläge
in dem nämlichen Entwurf, die „zivile Krisenprävention
zu stärken“ sind gut und schön, beantworten
aber nicht die Frage, wie sich die Mehrheit der GRÜNEN
Partei die Bundeswehr als Instrument zum „gewaltsamen
militärischen Eingreifen“ vorstellt. Sowohl der
GRÜNE BDK-Beschluss von 2012 zur Schutzverantwortung
wie auch der gegenwärtige Entwurf für ein Bundestagswahlprogramm
haben nämlich militärpolitisch einen blinden Fleck.
Nirgends wird durchdekliniert und ausgesprochen, wie man
sich die Bundeswehr vorstellt, die die Schutzverantwortung
in aller Welt durchsetzen können bzw. dabei helfen
soll. Wie soll eine solche Armee ausgerichtet sein und welche
Waffen (z.B. auch bewaffnete Drohnen oder nicht?) soll sie
haben?
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16.01.2013
Mali: Hilferuf, Schutzverantwortung, Militärintervention
Uli Cremer
Dieser Tage hat die französische Regierung
eine Militärintervention in Mali begonnen. Nach der
Luftwaffe werden inzwischen auch französische Bodentruppen
eingesetzt. Die Militäraktion wurde anfänglich
als reine Defensivmaßnahme verkauft und völkerrechtlich
durch einen Hilferuf der malischen Regierung legitimiert.
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23.12.2012
Der Iran-Konflikt – Wie gerieten wir hinein? Und
gibt es einen Ausweg?
Matthias van der Minde
Bedeutung des Konflikts um das iranische
Atomprogramm für eine zukünftige Friedenspolitik
Was ist schlimmer: Die teuflischste Waffe,
die jemals entwickelt wurde, in der Hand des iranischen
Regimes? Oder ein israelisch-US-amerikanischer Angriff auf
Irans Atomprogramm, bei dem die Beteiligten möglicherweise
in einen neuen jahrelangen Krieg im Nahen und Mittleren
Osten schlittern? Und: Würde ein westlicher Angriff
eine iranische Bombe überhaupt verhindern können?
Weiter gefragt: Sind dies die einzigen Alternativen? Oder
besteht Hoffnung, sowohl einen Krieg als auch einen neuen
Atomwaffenstaat verhindern zu können? Obwohl uns der
gegenwärtige Konflikt mit dem Iran seit zehn Jahren
beschäftigt, sind nach wie vor alle Szenarios möglich.
Die Stellschrauben dieses Konflikts sind verteilt auf verschiedene
Akteure, insofern ist der deutsche Einfluss, zumal jener
einer zukünftigen Friedenspolitik, begrenzt. Doch es
ist wichtig, die Geschichte des Konflikts und die unterschiedlichen
Perspektiven der Beteiligten zu kennen, denn zu viel Vertrauen
ist schon verspielt worden, zu viele Chancen wurden schon
vertan.
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07.12.2012
GRÜNE und Patriots: Deeskalieren durch Miteskalieren?!
von Uli Cremer
Das vom Bundeskabinett verabschiedete Mandat
vom 6.12.12 bestätigt, dass es zwischen der Bundesregierung
und den beiden Oppositionsparteien GRÜNE und SPD keine
tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der
Verlegung der Patriots an die syrische Grenze gab und gibt.
Offenbar lehnt nur die LINKE die Maßnahme ab. Jürgen
Trittin hat Zustimmung signalisiert, wenn die Bundesregierung
auch noch die Stationierungsorte für die Patriots verrät.
Auch andere GRÜNE Abgeordnete scheinen sich an den
GRÜNEN BDK-Beschluss vom 16.11.12 zu Syrien nicht gebunden
zu fühlen.
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06.12.2012
Bundeskabinett legt Patriots-Mandat
vor: GRÜNE Parteimitglieder fordern eigene Bundestagsabgeordnete
auf: Stimmt mit NEIN!
In der nächsten Woche wird im Bundestag
über die Stationierung von Patriot-Verbänden der
Bundeswehr an der syrischen Grenze entschieden. GRÜNE
Parteimitglieder „erwarten gerade von den GRÜNEN
Abgeordneten, dass sie ohne wenn und aber dagegen stimmen.“
So heißt es in dem entsprechenden Aufruf, den schon
weit über hundert GRÜNE von allen Ebenen der Partei
unterzeichnet haben. Obwohl die GRÜNE Partei auf ihrer
Hannoveraner Bundesdelegiertenkonferenz im November einen
Beschluss gefasst hat, der militärisches Eingreifen
und eine Militärintervention in der Gesamtabwägung
verwirft, wollen offenbar weite Teile der Bundestagsfraktion
mit der Regierung stimmen. Wir halten das für politisch
unverantwortlich.
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21.11.2012
Keine Patriots an die syrische
Grenze! Stimmt im Bundestag mit NEIN!
In Kürze wird im Bundestag über
die Stationierung von Patriot-Verbänden der Bundeswehr
an der syrischen Grenze entschieden. Wir erwarten gerade
von den GRÜNEN Abgeordneten, dass sie ohne wenn und
aber dagegen stimmen.
139 UnterzeichnerInnen aus der GRÜNEN
Partei
(Stand 09.12.12, 22:00 Uhr)
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01.12.2012
Afghanistan: Märchen vom Truppenabzug
2014 neu aufgewärmt
Von Uli Cremer
Da die Bundesregierung einen neuen „Fortschrittsbericht“
veröffentlicht und eine Beschlussvorlage für das
neue Afghanistan-Bundeswehr-Mandat vorgelegt hat, gibt es
dieser Tage wieder eine mediale Märchenstunde zu Afghanistan.
Obwohl die Bundesregierung klar sagt, dass auch nach 2014
Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan stationiert sein sollen,
fabulieren die meisten Medien etwas vom „Truppenabzug“.
Im Fortschrittsbericht heißt es klipp und klar: „Auch
nach 2014 sollen internationale Soldaten in Afghanistan
stationiert bleiben...Die Bundesregierung hat sich bereit
erkla¨rt, sich an diesem Einsatz zu beteiligen.“
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11.10.2012
Global Zero: Sofortiger und anhaltender
militärischer Rückbau
Von Olaf Weber
Einige Argumente gegen das Militär
In Dokumenten zur internationalen Politik
wird dem Militär immer noch eine friedensstiftende
Rolle eingestanden, wie etwa in entsprechenden Formulierungen
zur sogenannten "Schutzverantwortung" (Responsibility
to Protect). Auch im Antrag für die Bundesversammlung
der Grünen in Hannover wird zwar ein Umdenken "vom
Recht des Stärkeren zur Stärkung des Rechts"
gefordert und das Militär durch ein filigranes Netz
von Vorbeugung und Verträgen zu fesseln versucht, doch
es bleibt noch bestehen. Parallel zur Bändigung des
Militärs muss aber dringend seine Abschaffung betrieben
werden. Dazu die folgenden Argumente:
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19.09.2012
Syrischer Nelson Mandela noch nicht
gefunden
Von Uli Cremer
Beim Bürgerkrieg in Syrien ist kein Ende
abzusehen. Der erste UN-Vermittler in Person von Kofi Annan
hat schon aufgegeben. Seit 1.9.2012 hat der erfahrene algerische
Diplomat Brahimi die Aufgabe übernommen. Es ist hilfreich
sich den politischen Plan in Erinnerung zu rufen, den Annan
vor ein paar Monaten vorlegte .
• Die Regierung in Damaskus verpflichtet sich,
in Zusammenarbeit mit Annan einen politischen Dialog mit
der Opposition aufzunehmen. Dabei sollen die Forderungen
der Demonstranten zur Sprache kommen.
• Der vereinbarte Waffenstillstand
soll durch die Vereinten Nationen überwacht werden.
Zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur Stabilisierung
des Landes sollen alle Beteiligten die bewaffnete Gewalt
in jeglicher Form beenden. Die Armee soll Truppenbewegungen
beenden, den Einsatz schwerer Waffen in Wohnvierteln einstellen
und mit der Verlegung der Soldaten zurück in die
Kasernen beginnen.
• In den betroffenen Kampfgebieten
muss ein sogenannter humanitärer Zugang gewährleistet
werden. Dazu soll täglich eine zweistündige
"humanitäre Pause" eingehalten werden.
• Des Weiteren soll die syrische
Regierung "das Tempo und Ausmaß der Freilassung
willkürlich festgenommener Personen" steigern
und eine Liste mit allen Orten bereitstellen, an denen
die Betroffenen festgehalten werden.
• Journalisten müssen sich
frei im Land bewegen dürfen. Die Behörden dürfen
Visa nicht mehr nur an ausgewählte Reporter ausstellen.
• Die syrische Regierung soll
"die Versammlungsfreiheit und das Recht, friedlich
zu demonstrieren, respektieren".
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27.05.2012
Kabul? Kunduz? Chicago!
Von Wilhelm Achelpöhler und Uli Cremer
Wenn man sich über den Krieg der NATO
in Afghanistan informieren will, dann fährt man am
Besten nicht nach Afghanistan, sondern nach Chicago. Jedenfalls
am 20./21.Mai 2012 konnte man dort mehr über die Ziele
der am Afghanistan-Krieg beteiligten Staaten und die Schwierigkeiten,
diese zu realisieren, erfahren, als bei Feldstudien in zentralasiatischen
Bergland. In Chicago traf sich die NATO, um über ihre
Afghanistanpolitik zu beraten.
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28.03.2012
NATO zu Gast bei Freunden?
Abzugsszenarien von NATO-Kriegern aus
Afghanistan
Von Uli Cremer
Die Afghanistankriegsfront beginnt zu bröckeln.
Es sind nicht mehr nur die notorischen KritikerInnen und
Friedensbewegten, die auf einen beschleunigten Abzug drängen.
Harald Kujat, seines Zeichens General a.D. und von 2002-2005
Vorsitzender des Militärausschusses der NATO, hält
den Afghanistan-Einsatz, den er seinerzeit selbst an führender
Stelle vorangetrieben hat, für gescheitert. Gegenüber
der Mitteldeutschen Zeitung erklärte er: "Wir
haben genug Opfer gebracht und genug geleistet... Und wenn
man nicht willkommen ist, dann geht man irgendwann. Ich
habe nichts gegen einen früheren Abzug." (17.03.2012)
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Die Grüne
Friedensinitiative gründete sich Ostern 2007. Ihre Gründungserklärung
“Das friedenspolitische Erbe der GRÜNEN bewahren!
Bündnisgrüne Friedenspolitik erneuern!” ist
unter www.gruene-friedensinitiative.de abrufbar. Sie veröffentlichte
u.a. einen Appell von über 150 Parteimitgliedern gegen
die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan,
der am 17.9.2008 in der taz erschien.